Professionelles Prozessmanagement in 7 Tagen von Michael Tucker

 

Das Buch ist erstmalig 1996 im vereinigten Königreich erschienen. 1999 ist es von Birgit Wünsch vom Englischen ins Deutsche übersetzt worden. Das 98-seitige Werk ist im mvg Verlag erschienen und gehört zur Reihe „in 7 Tagen“. In seinem Buch bringt Tucker dem Leser das Prozessmanagement näher. Als Zeithorizont nimmt er sieben Tage. Laut Tucker unterscheiden sich exzellente Unternehmen vom Durchschnitt durch ihre Prozesse, die die Fähigkeiten und das Know-how der Mitarbeiter fördern. Für den Autor ist klar, dass es beim Prozessmanagement nicht um die stumpfe Abarbeitung von einzelnen Schritten durch Mitarbeiter geht. Seiner Meinung nach müssen Unternehmen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter besser arbeiten können. Wie Unternehmen diesem Ziel in sieben Tagen näherkommen können, beschreibt er auf 98 Seiten. Durch die Lektüre des Buches erfährt der Leser die effektivsten Methoden und Hilfsmittel zur Analyse und Verbesserung von Prozessen. Die sieben Schritte sind jeweils einem Wochentag zugeordnet. Dabei widmet sich jeder Tag einem anderen Schwerpunkt. Der Sonntag bildet den Wochenstart. Im ersten Kapitel geht es um die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen. Der Montag widmet sich der Prozessanalyse. Am darauffolgenden Tag geht es um Menschen und Dokumentationen. Der Mittwoch beschreibt Methoden zur schnellen Verbesserung von Prozessen. Anschließend widmet sich der Autor der Messung von Prozessen. Der Freitag beschäftigt sich mit Verbesserungsprojekten. Der letzte Tag widmet sich dem Vergleich mit anderen Unternehmen.

 

Das Buch gibt einen guten ersten Überblick. Durch die Gliederung entlang der Wochentage ist das Buch gut strukturiert. Die Sprache ist klar und verständlich. Jedes Kapitel endet mit einer Zusammenfassung. Des Weiteren enthält es einen Test, mit dem Unternehmen bestimmen können, wie exzellent sie sind. Persönlich besonders gefallen hat mir der Abschnitt zu den Prozessrisiken. Die Matrix zur Identifikation von kritischen Prozessen war für mich sehr aufschlussreich. Gefehlt haben mir konkrete Beispiele zu den Erfolgsfaktoren (critical success factors). Mit konkreten Beispielen hätte Tucker den Praxisnutzen noch weiter gesteigert. Auch der Bezug von Prozessmanagement zur Unternehmensstrategie wird von Tucker nicht ausreichend beschrieben. Auch wenn das Buch bereits ein Alter von mehr als zwei Jahrzehnten erreicht hat, eignet es sich noch immer für einen Einstieg in die Materie Prozessmanagement.

„Zum Vorwärtskommen gehört Unangenehmes: Wenn du höher hinaus willst als die große Menge, so mache dich zum Leiden bereit.“ Carl Hilty

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© Stephan R. Luedtke