Die Kunst des Krieges

 

Im Bereich des strategischen Managements werden oft die Einsichten von Sun Tsu  herangezogen. Auch wenn der Klassiker bereits 2.500 Jahre alt ist, sind die Denkweisen des chinesischen Philosophen und Generals noch heute gültig. Die Ratschläge, die auch nach zweitausend Jahren noch anwendbar sind, betreffen u. a. folgende Bereiche: Schnelligkeit, Teamarbeit, Stärken-Schwächen-Profil, Verhandlungsgeschick, Netzwerk, Planung und Motivation.

 

Die Kunst des Krieges gliedert sich in 13 Kapitel

 

  1. Planung
  2. Über die Kriegsführung
  3. Das Schwert in der Scheide
  4. Taktik
  5. Energie
  6. Schwache und starke Punkte
  7. Manöver
  8. Taktische Varianten
  9. Die Armee auf dem Marsch
  10. Terrain
  11. Die neun Situationen
  12. Angriff durch Feuer
  13. Der Einsatz von Spionen

 

Die Aktualität kann an drei Beispielen dargestellt werden: 

  • Schnelligkeit
  • Teamarbeit
  • Stärken-Schwächen-Profil

 

Schnelligkeit: Bereits Sun Tsu kannte den Vorteil von Schnelligkeit. Im Kapitel „Über die Kriegsführung“ betont er, dass der Zeitvorteil, also dem Gegner ein wenig voraus zu sein, wichtiger sei als zahlenmäßige Überlegenheit. Er empfiehlt, nach der Kriegserklärung unverzüglich mit dem Grenzübertritt zu beginnen. Übertragen in das Wirtschaftsleben bedeutet dies, dass finanzielle Stärke von untergeordneter Bedeutung ist. Als viel wichtiger erweist sich, wie schnell Unternehmen auf veränderte Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse reagieren können.

  

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Teamarbeit: Im Kapitel „Das Schwert in der Scheide“ beschreibt Sun Tsu den Nutzen von Anpassungsfähigkeit. Unter Anpassungsfähigkeit versteht er, dass der Befehlsführer in der Lage ist, Soldaten optimal einzusetzen. Dabei ist es irrelevant, ob der Soldat weise, tapfer, habgierig oder dumm ist. Denn der weise Mann möchte Ruhm erlangen, der tapfere will sich beweisen, der habgierige sucht seinen eigenen Vorteil und der dumme Mann ist furchtlos. Auch in der heutigen Zeit ist es wichtig, die Talente und Fähigkeiten der Mitarbeiter optimal einzusetzen. Gerade durch den aufkommenden Fachkräftemangel können Unternehmen es sich nicht leisten, die Potentiale der Mitarbeiter ungenutzt zu lassen.

 

Stärken-Schwächen-Profil: Ein weiterer Vorteil liegt in der Kenntnis von Stärken und Schwächen. Dabei meint er sowohl das eigene Stärken-Schwächen-Profil als auch das des Gegners. Sofern beides bekannt ist, muss der Ausgang von hundert Schlachten nicht befürchtet werden. Ist dagegen nur das eigene Profil bekannt, erfolgt auf jeden Sieg eine Niederlage. Für den Fall, dass weder die eigenen Stärken und Schwächen noch die des Feindes bekannt sind, ist die Niederlage vorprogrammiert. Auch in der heutigen Welt ist es wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Daneben empfiehlt es sich ebenso, dass Profil seines Geschäftspartner zu kennen. Dies gilt sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter. 

 

Abschließend: Sun Tsu hat die Kunst des Krieges geschrieben, als kriegerische Auseinandersetzungen an der Tagesordnung waren. Es ist faszinierend, wie viele Erkenntnisse sich auf die heutige Zeit übertragen lassen – dies ist, wie beschrieben, mit drei seiner Weisheiten geschehen. Obwohl das Buch lediglich 156 Seiten umfasst, beinhaltet es weitere Tipps zu den Bereichen: Schnelligkeit, Teamarbeit, Stärken-Schwächen-Profil, Verhandlungsgeschick, Netzwerk, Planung und Motivation. 

 

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