Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Der Name Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bedeutet nichts anderes, als stetige Verbesserungen anzustreben, die eine möglichst langfristige Wirkung erzielen. KVP ist bereits seit den 80er Jahren bei vielen Unternehmen als Übersetzung des japanischen Worts „Kaizen“ im Gespräch. Der Prozess ist ein Grundprinzip im Qualitätsmanagement und unabdingbare Komponente der ISO 9001. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess baut darauf auf, dass man die derzeit vorherrschenden Zustände kennt, diese verbessert und den verbesserten Zustand aufrechterhält. Dabei werden Produktmerkmale, Prozessmerkmale und weitere Zustände einbezogen mit dem Ziel, dass es wahrscheinlicher wird die Kundenzufriedenheit, die Servicequalität und die Zufriedenheit anderer beteiligter Parteien zu steigern. Die Unternehmen nennen es gern das „Eisbergprinzip“. Die exakte Zusammenstellung dieser Methode ist aber nicht genau festgelegt und sie ist keinen bestimmten Standard unterworfen, wie es bei anderen Managementsystemen üblich ist. Oft ist es der Fall, dass eine Vielzahl an Verbesserungspotenzial lange Zeit nicht erkannt wird und folglich mögliche Verbesserungen noch nicht verwirklicht werden konnten. Um Verbesserungsmaßnahmen systematisch umzusetzen, muss die Herangehensweise das ganze Unternehmen und alle stattfindenden Aktivitäten durchdringen und sollte in einem Prozess permanenter Teamarbeit mit kleinen, aber stetigen Schritte erfolgen. Besonderes Expertenwissen von Mitarbeitern kann dabei nicht nur effizient für die Firmenentwicklung genutzt, sondern dieses Wissen kann fachübergreifend durch zusammengeführte Projektteams oder Problemlöseteams stetig weiterentwickelt werden. Ausgeschlossen von diesen Prozessen sind allerdings große, einschneidende Veränderungen. Beim Kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden gewöhnlich Regelkreise genutzt, die sich in Phasen aufteilen, welche die Methode am besten unterstützen. Es ist empfehlenswert KVP kombiniert einzusetzen, also nie isoliert zu betrachten, sondern eher im Zusammenhang zu anderen Managementmethoden zu verstehen und anzuwenden. Zu Beginn wird die aktuelle Situation analysiert, um verbesserungswürdige Bereiche zu erkennen. Erst dann ist es möglich, Ziele zur Verbesserung festzulegen, nach einem Lösungskonzept zu suchen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Im nächsten Schritt geht es darum, einen Plan zu entwerfen, um die gewählte Lösung zu verwirklichen. Wurden die notwendigen Maßnahmen umgesetzt, muss geprüft werden, ob sie den gewünschten Erfolg gebracht haben. Wenn das der Fall ist, sichert man den erreichten Zustand ab. In der Regel wird dabei von Standards gesprochen. Das Unternehmen verhindert mit dieser Absicherung den Rückfall in den alten Zustand. Veränderungen, die der Kontinuierliche Verbesserungsprozess mit sich bringt, erhalten eine hohe Zustimmung und sind somit sehr wirksam. Die Rahmenbedingungen, also die Berücksichtigung der Ausgangsposition des Unternehmens, bestimmen die Ziele. Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess ist so angelegt, dass statt Einzelentscheidung durch die Vorgesetzten, mit den Mitarbeitern gemeinsam klare Ziele formuliert werden. Ein wichtiger Aspekt ist die nachhaltige Informationsvermittlung von oben nach unten und umgekehrt. Der Prozess ist ein weitreichendes Programm, dessen Umsetzung nur schrittweise geplant und realisiert werden kann. Für Unternehmensmitarbeiter, insbesondere für Führungskräfte, ist es darum ratsam an KVP-Einführungen, die gleichzeitig mit Workshops verknüpft sind, teilzunehmen.

„Zum Vorwärtskommen gehört Unangenehmes: Wenn du höher hinaus willst als die große Menge, so mache dich zum Leiden bereit.“ Carl Hilty

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© Stephan R. Luedtke