Balanced Scorecard (BSC) - die Visualisierung

 

Um die BSC darzustellen, existieren zahlreiche Softwarelösungen. Dabei konzentrieren sich die Anbieter darauf die BSC visuell möglichst ansprechend zu gestalten bspw. mit Management-Cockpits oder Dashboards. Auf Knopfdruck sind dann die verschiedensten Ansichten vorhanden. Frei nach dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

 

Allerdings muss bedacht werden, dass die IT nur die Abbildung der BSC ist und somit keine steuernde Wirkung hat. Zwar unterstützt die IT den Prozess, kann jedoch letztlich nur so gut wie die entwickelte BSC sein. Einfachste Visualisierungen sind bereits mit Excel möglich. Es empfiehlt sich gerade zu Beginn die BSC mit der Microsoft-Standardlösung zu visualisieren und ggf. später zu einer anderen Software zu wechseln. Da Excel in den meisten Unternehmen vorhanden ist, entstehen keine Zusatzkosten und Änderungen, die sich im Zuge des Implementierungsprozess noch ergeben, können einfach berücksichtigt werden.

 

Neben der übersichtlichen und ansprechenden Darstellung ist es besonders wichtig, dass Intervalle festgelegt werden, die klar definieren, wann sich die Aktion in welcher Farbphase befindet. Häufig verwendet wird das Ampelsystem. Dabei gebührt der gelben Farbphase die höchste Aufmerksamkeit. Denn sofern der Wert den roten Bereich erreicht, „ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen“. Maßnahmen zur Situationsbeeinflussung kommen oftmals zu spät. In der grünen Phase läuft alles nach Vorgabe, weswegen ein Eingreifen nicht erforderlich ist. Somit stellt die gelbe Phase den kritischen Bereich dar. Aus diesem Grund muss eindeutig feststehen, welche Maßnahmen von wem durchgeführt werden, sofern in der gelben Phase ein bestimmter Wert (bspw. Prozentwert) erreicht ist. Ziel aller Maßnahmen ist es den Übergang in den roten Bereich zu verhindern.

 

Weiterer Artikel: Balanced Scorecard

 

Literaturquellen: 

 

Vgl. Dietl, Walter: Strategieorientierung mit der Balanced Scorecard, in: Böhnisch, Wolf u. Krennhuber, Elisabeth (Hrsg.), Balanced Scorecard- das neue Managementkonzept aus theoretischer und praktischer Sicht, 2001, Linz

 

Vgl. Horváth & Partner: Balanced Scorecard umsetzen, 2. Auflage, 2001, Stuttgart

 

Vgl. Rüggeberg, Harald: Gespräch vom 05.01.2009 in Berlin

„Zum Vorwärtskommen gehört Unangenehmes: Wenn du höher hinaus willst als die große Menge, so mache dich zum Leiden bereit.“ Carl Hilty

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© Stephan R. Luedtke